Begriffstutzig – Begriffe, mit denen ich vor der Schwangerschaft nichts anfangen konnte

Baby-led-weaning
Babyschale
Bauchband
Beikost
Brusternährungsset
CPAP
Greifling
Hand-Mund-Fuß-Krankheit (Maul- und Klauenseuche?)
Milchschorf
Molton
Pekip/Delphi/Malibu
Pucksack
Schnuller oder Sauger (wo ist da der Unterschied?)
Sortierte Kleiderbörse
Spieltrapez
Stillhütchen
Tragetuch
Vormilch/Hintermilch

(tbc)

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Geschenkbox für das Zweite Trimester

Meine schwangere Freundin hat sich sehr über ihre erste Geschenkbox gefreut, nicht ahnend, dass ich schon an der Zusammenstellung der zweiten Box tüftelte.

Im zweiten Trimester ist es ja in der Regel am entspanntesten. Die ersten Wehwechen sind endlich abgeklungen und die eigene Körperfülle schränkt noch nicht so sehr ein, wie es in den letzten Wochen vor der Geburt meist der Fall ist. Zeit, die Schwangerschaft in vollen Zügen zu genießen! Daher wollte ich mit dieser Box etwas zur Unterhaltung beitragen und Knabbereien liefern, die auch von einem noch etwas schwachen Magen in der Regel gut vertragen werden.

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Inhalt der Geschenkbox für das Zweite Trimester.

Meine Geschenkbox für das Zweite Trimester setzte sich wie folgt zusammen:

  • Alnatura Knabbereien (Dinkel Brezeln, Joghurt-Reiswaffeln, Honig-Reiswaffeln)
  • Weleda Schwangerschaftsöl
  • Bücher: Schwangerschaft und Geburt – Das Buch zu Bauch und Baby (Katharina Mahrenholtz / Dawn Parisi) und Babyverrückt – Absurdes und Unterhaltsames aus dem Leben einer (werdenden) Mutter (Nadine Luck), beide sehr witzig geschrieben und kurzweilig zu lesen

Eigentlich hatte ich noch andere Ideen wie Kinogutschein, Hausschuhe, Zeitschrift(Abo), Bad Heilbrunn Schwangerschaftstee 2 (gab’s leider an dem Tag nicht im Laden), Gutschein für Umstandsmode, Maßband (für den mittlerweile wachsenden Bauchumfang), Weleda Venadoron (zum Einreiben bei geschwollenen Beinen und Füßen). Leider kam das nächste, dann auch persönliche Treffen so schnell, dass ich keine Zeit mehr hatte, eines der anderen Dinge zu beschaffen. Vielleicht findet sich das Eine oder Andere ja in der letzten, der Geschenkbox für das Dritte Trimester wieder.

{Schwangerschaft} Tipps zur Hebammensuche

Sicherlich ging es vielen Erstlingsmamas wie mir: Alle Tipps, die man zu Anfang der Schwangerschaft (gewünscht oder ungefragt) zu hören bekam, wurden entweder a) ignoriert, b) unter “hab jetzt keine Lust, mich damit zu beschäftigen” bzw. “das hat sicher noch Zeit” mental abgeheftet oder c) als “manche Mütter machen sich einen Stress – bei mir wird das sicher anders!” abgehakt.

Bei mir gehörte bspw. das Thema Hebammensuche definitiv zur Kategorie B. Jetzt sehe ich das natürlich anders und rate jeder Mama-to-be sich mit frauenärztlich bestätigter Schwangerschaft so bald wie möglich um eine Hebamme zu kümmern. Vorher müsste man sich vielleicht noch etwas mit dem angestrebten Wie&Wo der Geburt auseinandersetzen, bspw. ob im Geburtshaus oder Kreißsaal, evtl. mit Beleghebamme entbunden werden soll.

Jana, selbst Hebamme und Autorin des lesenswerten Hebammenblogs, hat einen schönen Beitrag geschrieben, wie man bei der Hebammensuche am besten vorgehen sollte. Wenn man ihre Tipps berücksichtigt, findet frau sicher die Hebamme, die zu ihr passt. Ich jedenfalls, werde das mit der Hebammensuche beim nächsten Mal etwas anders und vor allem eher angehen.

Geschenkbox für das Erste Trimester

Ich freu mich riesig: Eine gute Freundin von mir ist schwanger! Leider wohnen wir zu weit auseinander, als dass wir uns regelmäßig sehen könnten… Um ihr die Zeit der Schwangerschaft trotzdem so schön wie möglich zu gestalten, habe ich die Idee, ihr trimesterweise eine Geschenkbox zusammenzustellen und direkt nach Hause zu schicken. Der Inhalt soll sich aus Pflegeprodukten, Leckereien und anderen nützlichen oder unterhaltsamen Dingen zusammen setzen.

Die ersten 12 Schwangerschaftswochen sind ja sehr aufregend. Der Gedanke, schwanger zu sein, muss erst verdaut werden und dann treten schon meist die ersten, unangenehmen Beschwerden auf, die der hormonelle Umbruch im Körper so mit sich bringt. Übelkeit zu verschiedensten Uhrzeiten oder die Abneigung gegen sonst geliebte Duftnoten können frau schon den Tag vermiesen. (Hier und dort habe ich schon mal etwas zu möglichen und tatsächlichen Beschwerden während meiner eigenen Schwangerschaft geschrieben, wen’s interessiert).

Ich wünsche meiner Freundin, dass sie diese ersten Wochen gut übersteht und sie sich bald genüsslich dem Schwangersein widmen kann. Ich hoffe sehr, dass ihre erste Box sich als nützlich für diese Zeit erweist.

Füllung der Geschenkbox für das Erste Trimester.

Füllung der Geschenkbox für das Erste Trimester.

 

Die Box für das erste Trimester (1. – 12. Schwangerschaftswoche) setzte sich letztendlich so zusammen:

  • mehrere Einzelpackungen Badesalz von Kneipp und Tetesept (ich hoffe, die Duftnoten der Pflegeprodukte fallen nicht sämtlich in die Kategorie “geht gar nicht mehr”)
  • Alverde Mamaglück Körperbutter mit Malve (zur Pflege der Bauchhaut, frau kann ja nicht früh genug damit anfangen)
  • Tagebuch “Mummy to be Diary”, für schwangerschaftswochenweise Notizen zum Verlauf der Schwangerschaft, gefunden hier
  • Alnatura Cashews&Cranberries (zum gesunden Knabbern, mal was unschokoladiges)
  • Bad Heilbrunner Schwangerschaftstee 1 – für die erste Schwangerschaftshälfte (sehr lecker)
  • ein paar Zwiebacke als Notration, wenn mal gar nichts mehr geht

Alles schon verpackt, mit einer lieben Karte versehen und in einer dekorativen Box verschickt. Natürlich konnte ich hier erst von dieser Idee berichten, als meine Freundin die Box bereits in den Händen hielt, sonst wäre es vielleicht keine Überraschung geworden!

 

 

Die zweite Box ist bereits in Planung.

Hättet ihr noch andere Must-Haves in diese Box getan? Wenn ja, welche und warum?

Flohmarkt geflashed

Am Sonntag hatte ich zum ersten Mal seit Mausemaus’ Geburt Ausgang. So richtig. Mehrere Stunden am Stück! Papa und Tochter hatten mal Zeit für sich. Und was macht frau, wenn sie über kinderfreie Zeit verfügt? Zum Beispiel shoppen. So richtig. Stundenlang. Sonntags ein etwas herausforderndes Ziel. Wenn da nicht einer der größten Flohmärkte der Region stattgefunden hätte: der Piccolino-Markt in der Oldenburger Weser-Ems-Halle.

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Der nur auf Kinder und Schwangere ausgerichtete Flohmarkt öffnete um 11 Uhr (leider waren weder ich noch meine Freundin, die ebenfalls “Ausgang” hatte, schwanger, sonst wären wir schon ab 10 Uhr über den Hintereingang rein gekommen). 500 Stände waren wohl angemeldet. Die meisten davon Secondhand, aber einige Nähkünstler hatten ebenfalls ihre Mützchen, Kissen, Kuscheltiere & Co angeboten.

Es war für mich das erste Mal auf einem Flohmarkt dieser Größe. Zugegeben, vor Mausemaus wusste ich nicht einmal, dass es spezielle Kinderflohmärkte überhaupt gibt (Ich bin eigentlich nicht so der Flohmarktbesucher. Entweder ist es in meinen Augen Schund, oder der Verkäufer betitelt den alten Messing-Kerzenständer als “Antiqui- und Rarität” und will noch richtig viel Geld dafür haben.) Ich hätte nicht gedacht, dass wir es wirklich schaffen, ein Mal die komplette Halle zu sichten. Aber wir schafften es bis 14.30 Uhr tatsächlich, die meisten Stände abzuscannen (um 15:00 war sowieso Schluss).

Viele Besucher hatten erstaunlicherweise ihre Kinder dabei, im Tragetuch, Rucksack oder Kinderwagen oder freilaufend. Klar, nicht jeder hat jemanden, der sich um das Kind kümmern könnte, aber meist waren beide Elternteile ebenfalls anwesend. Je weiter der Tag fortschritt, umso überforderter waren die kleinen Mäuse. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich froh war, Mausemaus zuhause gelassen zu haben. Es war sehr (!) voll und ich hätte mich sicher weder um meine Tochter richtig kümmern, noch gemütlich stöbern können.

Die meisten Verkäufer hatten freundlicherweise Schilder an ihren Tischen befestigt, so dass man bspw. an Tischen, an denen ausschließlich Kleidung für Jungs oder nicht benötigte Größen verkauft wurden, einfach vorbei laufen konnte (Geht es euch auch so, dass die Stände mit den Kleidern und Größen, an denen man selbst interessiert ist, bspw. Mädchenkleidung, immer umlagert sind, während die anderen, bspw. Jungskleidung oder eben umgekehrt, bequem leer wären?) Oder die Tische, wo es nur Unmengen an Spielzeug gab. Hatten die das Alles wirklich mal in ihrem Kinder- oder Wohnzimmer rumliegen? Oder gibt es professionelle Flohmarktverkäufer, die sich auf Kinderspielzeug spezialisiert haben?

Ich war erstaunt, wie sehr sich die Qualität der Stände unterschied. Wofür die eine Verkäuferin noch richtig Geld verlangte (teilweise verwaschen und fleckig), gab die andere lieber umsonst mit (sofern man sich nochmals an den Flecken versuchen wollte). Überhaupt fand ich es dreist, wie schmutzig manche Kleidungsstücke waren. Wenn ich schon bei der Durchsicht der Bodies an jedem Stück Flecken fand (und ich meine richtige Flecken, selbst wenn sie von meinem eigenen Kind stammen, hätte ich den Body aussortiert), ließ ich die anderen Kleidungsstapel gleich links liegen und ging weiter. Kann man ehrlich hoffen, diese Kleidung zu verkaufen?

Manche Verkäufer ließen nicht wirklich mit sich handeln (“Wenn ich das bei ebay einstelle, kriege ich das Geld locker.”), während andere eher daran interessiert waren, mit weniger Kisten nach Hause zu fahren und günstigere Preise akzeptierten.

Es waren überwiegend Frauen, die ihre Sachen feil boten. Daher war es richtig amüsant, plötzlich an einer Tischgruppe zu stehen, die von vier Männern betreut wurde (wahrscheinlich holten sich ihre Frauen gerade eine Waffel). Ich finde es immer interessant, wie sehr sich die Themen in den Gesprächen zwischen Männern und denen zwischen Frauen manchmal unterscheiden (und nein, es ging nicht mal um Fussball)!

Letztendlich habe ich ein paar Hosen, einen Schlafanzug, mehrere Bodies und zwei Pullover ergattert. Und eine Nachtlicht-Schildkröte, die Mond und Sterne an die Decke projeziert. Vielleicht findet Mausemaus da mal Gefallen dran. Und sollte ich mich in der Größe verschätzt haben, dann wandern die Teile eben in die Kiste für den weiteren Nachwuchs. Oder in die eigene Flohmarktbox.

Im April findet der nächste Oldenburger Piccolino statt. Und falls ich wieder Ausgang habe, schaue ich sicher vorbei.

{Rückblick} Der Geburtsvorbereitungskurs

An sieben Terminen sollten meine Mann und ich also auf die Geburt vorbereitet bzw. mit dem theoretischen Rüstzeug für eine entspannte und natürliche Geburt ausgestattet werden. Da es sich um eine Geburt im Geburtshaus handeln sollte und davon ausgegangen wurde, dass die zukünftigen Väter sich aktiv an der Geburt beteiligten, wurden alle Termine des Kurses als Paar absolviert.

Der Kurs fing ca. 3 Monate vor unserem errechneten Entbindungstermin an. Am ersten Tag lernten wir uns gegenseitig (fünf Pärchen in freudiger Erwartung) und unsere Männer die Hebamme näher kennen. Dazu suchte sich jeder einen “Interview”-Partner (möglichst nicht den eigenen) und versuchte in einem kurzen “Pregnancy Speed Date” unter vier Augen möglichst viel über die Person, den bisherigen Verlauf der Schwangerschaft, den Stand zur Kinderzimmereinrichtung und ihr bisheriges und zukünftiges Leben im Allgemeinen herauszufinden. Zurück im Kursraum fasste man die Erkenntnisse über den anderen kurz zusammen – meist hatte man ein mehr oder weniger informatives Pläuschchen gehalten und sich einfach nur sympathisch gefunden. Wir waren also eine ganz nette Truppe, alle so im Alter von Mitte Dreißig und zum ersten Mal schwanger.

Die folgenden Termine kann ich einzeln gar nicht mehr auflisten, aber ich versuche mal, die Themen zusammen zu fassen. An einem Tag erklärte uns die Hebamme anhand sehr (!) anschaulicher Schaubilder, Fotos und einer Stoffpuppe (die Gebärmutter war ein gestrickter Sack) den Geburtsvorgang. Nun wussten wir also, wie so eine Geburt, zumindest theoretisch im Idealfall, ablief. Für mich war es wichtig zu sehen, wie der Körper es schafft, sich an die Veränderungen während der Geburt anzupassen. So konnte ich später bei der Geburt voll darauf vertrauen, dass mein Körper das schon alles richtig macht und mich nur darauf zu konzentrieren, zu atmen und auf die Anweisungen meiner Hebamme und die lieben Worte meines Mannes zu hören.

An einem anderen Tag besichtigten wir das Geburtszimmer und sprachen die möglichen Stellungen in der Geburt durch (eine von uns durfte auch immer anschaulich “vorturnen”): mögliche Stellungen in der Geburtswanne, Entspannungsübungen und Geburtstellungen am Reck, der Gebährhocker und natürlich alle möglichen Stellungen auf und am Bett. Die weit verbreitete Stellung auf dem Rücken liegend wurde dabei als unnatürlich für den Weg des Neugeborenen durch das Becken abgelehnt. Letztendlich wurde das “unsere” Stellung, obwohl ich alles andere in der Geburt zwar ausprobierte (außer der Wanne), aber schließlich keine Kraft mehr hatte (der Geburtsbericht folgt noch, nur soviel vorweg: bei mir hat’s einfach etwas länger gedauert).

Wir übten ebenfalls Entspannungsmöglichkeiten am Partner, auf dem Pezi-Ball, am Fensterbrett oder der Wand. Lernten Akkupressurpunkte zur Entspannung oder Stärkung in der Geburt kennen und ließen uns von den Männer Rücken und Kreuzbein massieren. Im Nachhinein fanden wir das eher unnötig. Zumindest wir hatten während der Geburt keinen Gedanken an Akkupressur oder Gymnastik am Pezi-Ball verschwendet (unsere Hebamme erstaunlicherweise auch nicht).

An einem Tag übten wir dann das Atmen. Also nicht so das typische “Hecheln”, sondern vielmehr, welche Atmung (tief, flach, langsam, schnell, “Ah” oder “Oh”) wir am einfachsten und angenehmsten fanden. Den richtigen Rhythmus würden wir bei der Geburt ganz automatisch wählen. Ich beispielsweise habe unter der Geburt wie eine Kuh gemuht, die nach ihrem Kälbchen ruft. Wenn man der Theorie folgt, dass Lippenstellung der Frau und Öffnung des Muttermunds miteinander zusammen hängen, sollte ich mich bei der nächsten Geburt vielleicht lieber auf ein weit geöffnetes “Ah” konzentrieren…

Rückblickend muss ich über den Abend schmunzeln, an dem wir eine ungefähre Ahnung erhalten sollten, wie sich Wehen… “anfühlen” ist das falsche Wort. Es ging eher darum, den Schmerz auszuhalten. Dazu stellte man sich wahlweise mit zur Seite ausgestreckten Armen hin oder lehnte sich mit rechtwinkligen Beinen an die Wand (also wie auf einem Stuhl sitzend mit der Wand als “Stuhllehne”) und hielt diese Stellung für einen immer länger dauernden Zeitraum von Minuten. Klar, beim sechsten Mal (mit kurzen Unterbrechungen) wurden einem die Arme bzw. Beine zwar echt schwer, aber mit Wehen hatte das wirklich nicht viel gemein.

Interessant waren immer die Brainstorming-Runden. Dazu versammelten sich Männer und Frauen getrennt und schrieben ihre Gedanken zu bestimmten Themen auf (Was erwarte ich von meiner Hebamme, welche Erwartungen oder Sorgen habe ich in Bezug auf die Geburt, was erwarte ich von meinem Partner?), die dann in der gesamten Gruppe durchgesprochen wurden. Es war interessant, dass man sich gegenseitig um einander Gedanken macht (Hält meine Frau/mein Mann das aus?) oder selbst während der Geburt meint, sich um seinen Mann kümmern zu wollen (Er soll ja genug essen und trinken und lieber den Raum verlassen, als unter allen Umständen da zu bleiben, wenn er “es” nicht mehr aushält). Mädels, wenn ihr schwer muhend (oder ah- und ohend) da liegt/sitzt/hockt/steht, ist euch der Ernährungszustand eurer Männer (und euer eigener) schnurz. Ausserdem sind sie nicht aus Pappe und werden (i.d.R.) einen Teufel tun und zwischendurch eure Seite verlassen. Selbst mein Mann, der gerade in Stresssituationen gern mehr raucht als sonst, hat erst den Raum verlassen, als unsere Kleine ruhig atmend auf meiner Brust lag.

Zusammenfassend (total subjektiv!) war der Kurs für mich ein netter Zeitvertreib mit netten Menschen, der mir zumindest ein wenig die Angst vor der Geburt nahm (und was besseres kann es doch für eine Schwangere nicht geben!). Wirklich angewendet haben wir keine der geübten “Massnahmen”. Selbst unsere sonst so “alternative” Hebamme hat keine weiteren Hilfsmittel angeboten, wie Akkupressur, Homöopathie, Akupunktur oder Kaffee-Tamponaden als Dammschutz. Mein Mann war im Nachhinein richtig enttäuscht, hatte der Kurs ihn doch nicht im Mindesten auf das vorbereiten können, was er dann wirklich erlebt hat (schwere Geburt, um Hals gewickelte Nabelschnur und blaues Neugeborenes, dass zum Atmen animiert werden musste). Allerdings muss das auf eure Geburt nicht zutreffen – ich wünsche euch das von ganzem Herzen!

Den nächsten Geburtsvorbereitungskurs werde ich auch wieder mitmachen. Vielleicht ist der ja realitätsnaher. Ihr werdet es lesen können.

{Rückblick} Schwangerschaftsshopping

Die Sache mit den Klamotten… Endlich kann man stolz seinen Bauch vor sich her schieben und dann findet man nichts… Vor allem für etwas molligere Schwangere, wie ich es war, fällt das modische Einkleiden mit wachsendem Bauchumfang echt schwer. Vor allem, wenn keine Großstadt wie Berlin oder München um die Ecke liegt.

Die üblichen Schwangerenmarken, wie bell*button oder mam*liciuos bieten zwar Einzelteile bis Größe 46 an, jedoch hat ein Praxistest gezeigt, dass nicht L oder XL drin steckt, wo’s drauf steht. Dabei habe ich extra bei meinem letzten Berlinbesuch in zwei Läden für Schwangerschaftsmode vorbeigeschaut (für mehr reichte die Zeit nicht)… Überhaupt hatte ich bei diesen Marken (auch H*M hat nur Mode bis L) den Eindruck, dass Schwangere (selbst schlanke Bald-Mamas standen etwas ratlos vor den Spiegeln) ab dem 3. Monat bitte zuhause zu bleiben haben, den was schickes zum anziehen gibt es dann nicht mehr…

Letztendlich bin ich bei C*A und Bo*prix fündig geworden. Wenn auch nicht im Überfluss. Für zwei Umstandshosen (später kamen nochmal drei Jeans dazu, siehe unten) und drei Oberteile plus figurumspielenden Strickponcho hat es dann gereicht, welche, unterschiedlich kombiniert, für die gesamte Zeit der Schwangerschaft reichen mussten. Ich war nur froh, dass ich meine Kleidung im Herbst/Winter umstellen musste und nicht noch den Sommer zu überbrücken hatte. Als ich selbst meinen Mantel nicht mehr zuknöpfen konnte, hoffte ich nur, dass der Restwinter nicht mehr zu kalt werden würde.

Und dann wollte ich auch noch heiraten, im 7. Monat, im Februar. Kleidungsmäßig der Supergau. Zum Glück fand ich nach einigem Suchen den Umstandsmodenshop von kugelrund in Oldenburg. Die Besitzerin macht auch gern mal Spezialöffnungszeiten, damit man sich ihrer ganze Aufmerksamkeit sicher sein kann. Ich hatte Glück und es war nur eine weitere Kundin im Laden, so konnte ich ausführlich die Brautmoden (Originalteile zu Outlet-Preisen) durchtesten. Letztendlich hab ich auch was nettes gefunden (champagnerfarbene Hose und langärmeliges Top, sowie verspielte dunkelrote Tunika) und gleich noch zwei Jeans, zwei schöne UmstandsBHs und eine gemütliche Hose mitgenommen. Und insgesamt 350 Euro dagelassen, aber es war ja auch für einen guten Zweck.

Will heißen, liebe Modeindustrie: auch (mollige und Hoch-)Schwangere wollen toll aussehen und nicht jeder verplant seine Geldgeschenke im Vorneherein für Kleidung (vielen Dank noch, Mama)…

Habt ihr andere Geheimtipps? Dann her mit euren Kommentaren!