Merksatz des Tages

Bei einem Autounfall muss die Strasse sofort geräumt werden, vorausgesetzt dass niemand verletzt wurde und die Fahrzeuge fahrbereit sind. Also, schnell Fotos mit dem Handy schießen und schleunigst an den rechten Rand fahren. Egal ob in der Stadt, auf der Bundesstraße oder (eher gerade!) auf der Autobahn. Den Ablauf des Unfalls kann man dann immernoch mit der Polizei zusammen erörtern.

Wer das nicht tut, riskiert ein Knöllchen oder schlimmer: sein Leben.

Kontrollverlust

Plötzlich zieht der Van von der mittleren, in die linke Spur… wo ich mich bereits befinde! Mein Auto prallt gegen die Betonabsperrung, ich verliere die Kontrolle, das Auto dreht sich… und kommt endlich zum stehen. Mein Baby schreit, mein Nacken schmerzt, ich sehe nichts… Der Airbag nimmt mir die Sicht und die Luft. Ein Knall! Das Auto wird weitergeschleudert, ein zweiter Knall, das Auto zerreißt… Ich sehe mein Baby nicht mehr im Rückspiegel! Auf der Gegenfahrbahn wird panisch gehupt, Bremsen quietschen…

So oder so ähnlich wird es der armen Mutter ergangen sein, die am Sonntag auf der A2 plötzlich die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und einen schrecklichen Unfall verursachte, bei dem ihr sechs Monate älter Säugling überrollt und sie und ihr dreijähriger Sohn schwer verletzt wurden.

Der Van allerdings stammt aus meinem eigenen Unfall, den ich am Freitagnachmittag ganz in der Nähe hatte. Und glücklicherweise war meine Tochter zuhause bei ihrem Papa. Und obwohl unsere Fahrzeuge (der LKW, der plötzlich von der rechten und die mittlere Spur fuhr, der Van, der keine andere Möglichkeit hatte, als nach links auszuweichen und mein Auto) zwar mitten auf der A2 standen und sich hinter uns schnell ein Stau bildete, fuhr niemand auf unser “Stauende” auf. Mein Golf hat nun eine hässliche Beule im rechten Kotflügel, aber sonst ist uns allen nichts passiert. Es hätte anders kommen können…