{Rückblick} Schwangerschaftswehwehchen – Teil 2

Ein paar Wochen nach der Geburt, ließ ich die Zeit meiner Schwangerschaft vor meinem inneren Auge Revue passieren und muss sagen, dass ich Glück hatte und sie eigentlich habe (hätte) genießen können.

Letztendlich war mir nicht ein einziges Mal übel geworden. Außer ein einziges Mal im Winter, als ich mir einen fiesen Magen-Darm-Virus eingefangen hatte, der mir zu einer Brech-Durchfall-Nacht verhalf, die ich so noch nie erlebt habe (und ich hatte Angst, dass mein Würgen irgendwie dem “Böhnchen” schaden könnte). Davon abgesehen, konnten mich weder irgendwelche Gerüche, noch Lebensmittel dazu bewegen, mich über die Kloschüssel zu beugen.

Der Schwangerschaftsdiabetes blieb mir bis zur Geburt erhalten. Ich hatte sogar im Krankenhaus noch das Glukose-Testgerät dabei. Allerdings habe ich im weiteren Verlauf des Tages keinen Gedanken mehr an den perfekten Zuckerwert verschwendet, davon abgesehen, dass ich sowieso kaum einen Bissen runter bekam. Ein paar Tage nach der Geburt habe ich aus Neugier meine Werte gecheckt und es war alles im Normbereich. Der Abschlusstermin drei Monate später bei der Diabetologin ergab absolute Normalwerte. Ich habe also keinen dauerhaften Diabetes entwickelt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich bei der nächsten Schwangerschaft wieder einen Diabetes entwickeln werde, ziemlich hoch. Nun ja, ich weiß dann ja, was auf mich zukommt.

Wassereinlagerungen habe ich glücklicherweise erst zwei, drei Wochen vor der Geburt entwickelt, vor allem in den Füßen und Händen. Ich war froh, dass ich noch meine super bequemen und leichten Wanderschuhe hatte, denn alle anderen konnte ich nicht mehr tragen. Meinen Ehering hatte ich ebenfalls kurz nach der Hochzeit schon wieder abgelegt, so musste ich mir wenigstens keine Sorge um abgequetschte Finger machen. Zwei Wochen nach der Geburt waren die Schwellungen dann auch wieder verschwunden.

Die Kurzatmigkeit wurde natürlich im Verlauf der Schwangerschaft nicht besser. Nachts konnte ich bald nicht mehr auf dem Rücken liegen, da ich das Gefühl hatte, nicht tief genug einatmen zu können. Unsere neue Couch bot mir zu dem Zeitpunkt auch keine bequeme Sitz-, Flätz- oder Liegeposition, so dass ich die letzten Wochen auf der (vornehmlich rechten) Seite schlafend und im Lehnstuhl des bekannten schwedischen Möbelhauses sitzend verbracht habe (dort versuchte ich auch während der ersten Wehen noch etwas Schlaf zu finden, nachdem ich mich nirgendwo mehr wohl gefühlt habe). Interessant und unerwartet war für mich, dass die Kurzatmigkeit noch einige Tage nach der Geburt anhält. Ist auch klar, wenn man darüber nachdenkt, da sich durch das nachgeburtliche Platzangebot alle Organe im Bauchraum erst zurechtrücken müssen und dann die Bauchatmung erst wieder richtig funktionieren kann. Aber das war, wie ich fand, ein sehr merkwürdiges Gefühl.

Zum Thema Schwangerschaftsstreifen muss ich sagen, dass bis zum Schluss alles gut aussah und ich schon stolz dachte, ohne größere Streifen davon zu kommen. Doch mit dem letzten Wachstumsschub war meine Haut dann doch überfordert und seit dem zieren ein paar Streifen meinen Bauch. Allerdings ist mir das ziemlich egal. Schließlich leistet eine Bauchdecke jede Menge im Verlauf der Schwangerschaft, da sind mir doch ein paar Streifen schnuppe.

Auf die Dammmassage habe ich nach ein paar Versuchen (lies bitte “Verrenkungen”) verzichtet. Fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin konnte ich südlich des Bauchnabels nichts mehr sehen, geschweige denn im Uhrzeigersinn dehnen. Und mal ehrlich… Wer bittet seinen Partner darum, die Dammmassage vorzunehmen?! (Ehrfahrungsberichte bitte gern als Kommentar mitteilen!) Jedenfalls hielten sich meine Dammbeschwerden in und nach der Geburt im erträglichen Rahmen, so dass ich es nicht sehr bereue, diese Massage ausgelassen zu haben.

Natürlich habe ich ein paar Kilos zugenommen, genauer gesagt 12. Durch die Geburt und den Klinikalbtraum danach, habe ich innerhalb von zwei Wochen mein vorschwangerschaftliches Gewicht wieder erlangt. Sicher keine nachahmenswerte Methode. In der Stillzeit habe ich zwar wieder vier Kilos zugelegt, aber das sollte später kein Problem sein. (Und vielleicht purzelt dann auch noch das eine oder andere überflüssige Pfund mit.)

Von anderen Beschwerden blieb ich weitesgehend verschohnt. Stimmungsschwankungen hatte ich wohl keine (von den üblichen mal abgesehen, sagt mein Mann), allerdings konnte ich bei jeder rührenden Filmszene und sogar bei bestimmten Songs im Radio plötzlich heulen wie ein Schlosshund. Ich bin zwar auch so nah am Wasser gebaut, was traurige (aber auch freudige) Ereignisse angeht, aber so schlimm war es noch nie. Ich war wahnsinnig stolz auf mich, dass ich unsere Hochzeiten (standesamtlich und kirchlich im 7. Monat) nicht durch Dauerweinen versaut habe.

Erstaunlicherweise hatte ich während der gesamten Schwangerschaft weder Kopf-, noch Rückenschmerzen. Das wurde mir so richtig erst nach der Geburt bewusst (unsere Mausemaus ist ein ausgesprochener Tragling). Für mich ein Grund, mich auf die nächste Schwangerschaft jetzt schon zu freuen!

Nach der Geburt las ich dann von Abhärtungsmassnahmen für die Brustwarzen als Vorbereitung auf das Stillen. Hast du diese Vorschläge berücksichtigt – und vor allem, hat es etwas genützt? Glücklicherweise blieben meine Brustwarzen von Massagen, zerlöcherten BHs oder sonstigen Rubbeleinheiten verschont…

Und wie ist es dir ergangen? Kannst du von anderen Kuriositäten berichten? Denn wer weiß, was die zweite Schwangerschaft Neues mit sich bringt…

Ich bin gespannt.

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