{Rezept} Rot, pikant, anders – Nudeln mit Tomatensoße

Im Osten hatten wir ja nichts… Nicht mal Pasta. Bei uns gab es Nudeln mit Tomatensoße. Keine Bolognese oder so, sondern mit Würstchen. Und Parmesan oder so wurde auch nicht darüber gestreut. Aber ich esse diese einfache Variante immer noch so gern, dass ich das Rezept gern mit euch teilen möchte. Ich werde allerdings keine Mengenangaben machen, da dieses Rezept gut frei-Schnauze, Pi-mal-Daumen oder nach Augenmaß (Achtung: fällt je nach Hunger größer oder kleiner aus) gekocht werden kann.

Doch nun zum eigentlichen Rezept. Am besten eignen sich Spirelli-Nudeln, die nehmen die Soße gut auf. Ob ihr jetzt die Eiernudeln oder die Vollkorn-Variante wählt, sei euch überlassen. “Damals” gab’s nur die hellen Nudeln. Die gewünschte Menge Nudeln (etwas Erfahrung im Abmessen der je nach Hunger und Anzahl der zu fütternden Personen benötigten Anzahl Nudeln setze ich hier voraus) nach Anleitung (oder eigener Erfahrung) weich kochen (nix mit al dente, soll ja authentisch sein).

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Während die Nudeln so langsam gar kochen, kann man nebenbei die Soße zubereiten. Dazu brauchen wir eine Zwiebel, Würstchen (idealerweise Eberswalder), Gewürzgurken (idealerweise Spreewald) und – klingt komisch, ist aber so – eine Flasche Ketchup (mir schmeckt dazu der Werderketchup oder der Bioketchup von Ross*mann am besten). Zwiebel, Würstchen und Gewürzgurken klein schneiden.

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Die Zwiebel in einem Topf in Butter oder Öl (oder ein bisschen von beidem) glasig anschwitzen. Dann die kleingeschnittenen Würstchen mit den Zwiebeln zusammen anbraten. Wenn die Würstchen ein bisschen Farbe abbekommen haben, die Gewürzgurkenscheiben(-stückchen, -würfel) dazu geben und alles nochmal kurz zusammen erhitzen.

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Dann die Flasche Ketchup zum Zwiebel-Würstchen-Gurken-Mix gießen, die Flasche zur Hälfte mit Wasser aufgießen, schütteln und ebenfalls zur Soße geben. Alles nochmal kurz aufkochen lassen. Fertig! Die Soße kommt eigentlich ganz ohne zusätzliche Gewürze aus; sie schmeckt süßlich-säuerlich-würzig (wird das nicht allgemein als “pikant” zusammengefasst?). Nur noch die gewünschte Menge Nudeln mit einer Kelle Soße krönen und schmecken lassen.

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Guten Appetit!

Und schmeckst euch auch? Was sind eure Lieblingsrezepte aus der Kindheit?

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{Rezept} Nachtrag – Pimp my Käsestange

Wem meine Rezepte vom Buffett für die kleine Zweisamkeit gefallen haben, dem möchte ich das Post auf familienfreundlich ans Herz legen. Dort hat San nämlich ein leckeres Rosmarin und Hobelkäse Upgrade für Käsestangen geliefert. Von der einfallsreichen Verpackung ganz zu schweigen. Auch die Art und Weise der Zubereitung erscheint mit noch einfacher, als ich das gemacht habe.

Ich werde das beim nächsten Mal auf jeden Fall ausprobieren.

{Rezept} Kleines Buffett für die Zweisamkeit zwischendurch

Silvester haben wir sehr ruhig verbracht. Mein Mann hatte Feiertagsdienst und so wie es aussah war vor 20 Uhr nicht mit ihm zu rechnen. Die Mausemaus hatte einen gemeinen Schnupfen (Kennt ihr auch diesen hartnäckigen klebrigen Schnodder, den man nicht mal rausgesaugt bekommt und man am liebsten die ganze Zeit mitschniefen möchte, damit das Kind endlich wieder Luft bekommt? Aber das ist unappetitlich und hier geht’s schließlich auch um ein paar Rezepte…) und obwohl sie bereits seit 18.30 Uhr in ihrer Wiege schlummerte, konnte niemand vorhersagen, wie lange diese Pause dauern würde. Also habe ich mir schon im Vorfeld überlegt, mit welchen kulinarischen Kleinigkeiten ich meinen Mann zum Jahreswechsel überraschen könnte. Die Zubereitung musste einfach, jederzeit zu unterbrechen sein und durfte keine langen Back- oder Kühlzeiten benötigen. Obwohl (oder gerade weil?) mein Mann in die Vorbereitungen hereinplatzte (die Überraschung mit einem nett gedeckten Tisch war dahin), die Mausemaus nach einer Stunde Schlaf vor Röcheln nicht mehr ein noch aus wusste und ich ahnte, dass ich mich weit vor Mitternacht bereits im Bett mit der Hand an der Wiege (ist das nicht ein Filmtitel?) befinden würde, kann sich unser Zweisamkeitsbuffett durchaus sehen lassen (Mausemaus knabberte währenddessen auf ihren Hirsekringeln rum). Dazu gab es alkoholfreien Sekt (ist eh nicht wirklich mit Sekt vergleichbar, eher mit alkoholfreier Weinschorle).

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Kleines Buffet für Zwischendurch

 

Rote Beete Salat
Eine Packung bereits gekochte, eingeschweißte Rote Beete (in der Gemüseabteilung des Supermarkts eures Vertrauens) in mundgerechte Stifte oder Würfel schneiden mit Saurer Sahne oder Schmand-Joghurt-Mischung und etwas Salz dressieren (gibt’s das Wort in dem Zusammenhang überhaupt?).

Käsestangen
Eine Scheibe angetauten Blätterteig in daumenbreite Streifen schneiden (bei mir wurden es acht Streifen), die Streifen vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger etwas platt drücken (alternativ den Blätterteig vorher mit der Teigrolle anwalzen) und mit entsprechend breiten Streifen Schnittkäse belegen. Vorsichtig eine Locke drehen. Bei 200℃ (Ober-Unterhitze) im vorgeheizten Ofen für 10 Minuten oder bis zur gewünschten Bräunung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen.

Teufelseier
Zwei hartgekochte Eier halbieren. Das Eigelb vorsichtig herausheben und nach Wunsch würzen, so dass eine Art Paste entsteht (wir hatten noch grobkörnigen Senf, dänische Remoulade und Schnittlauch). Die Masse wieder in die Eihälften füllen.

Schnittchen
Ich habe einfach etwas Baguettebrot und ein Aufback-Giabatta in Scheiben geschnitten und mit Italienischem Schinken, gekauftem Tomaten-Bruschetta und Sardelle-Ei-Schnittlauch belegt.

Süße Blätterteigtaschen
Eine Scheibe angetauten Blätterteig in vier Dreiecke schneiden. Jeweils mit Schoko-Aufstrich und Marzipan bestreichen bzw. belegen. Die Dreiecke zusammenklappen, die Ränder andrücken und mit Milch bestrichen zusammen mit den Käselocken backen.

Dazu gab es noch Weintrauben und Käse (wir hatten gerade Rotschimmel- und Blauschimmel-Weichkäse, sowie Bio-Karotten-Käse im Kühlschrank).

Alle Rezepte ergeben ungefähr die Menge für 2 – 3 Personen, lassen sich aber ganz einfach entsprechend einer grösseren Personenanzahl erweitern.

Viel Spaß beim Nachkochen und eurer nächsten Zweisamkeit!

Weihnachtsfeier mit Kinderpunsch {Rezept}

Seit einiger Zeit besuchen die Kleine und ich regelmäßig die wöchentlichen Treffen des hiesigen Eltern-Kind-Kreises. Zum einen hoffte ich, so ein paar Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen, da wir nicht aus dieser Gegend stammen und sich unsere Bekanntschaften bisher auf unsere direkten Nachbarn beschränken. Zum anderen sollte Mausemaus auch mal ein paar Kinder kennenlernen. Und es ist wirklich nett! Es wird zusammen gesungen, gebastelt und Tee getrunken, während der Nachwuchs sich beim Spiel vergnügt. Meistens stoßen Mausemaus und ich erst zum Tee dazu, also 20 min vor Ende des Treffens, da zu der Uhrzeit immer unser gemeinsames Vormittagsschläfchen stattfindet und ich es bisher nicht über mich gebracht habe, diese zusätzliche Stunde Schlaf zu opfern.

Heute habe ich mich aber bemüht und wir sind nur eine halbe Stunde zu spät gekommen, denn heute war Weihnachtsfeier. Bisher bin ich noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung, sondern eher im Weihnachtsstress und so war es richtig schön, wenn auch nur kurz, im kleinen Kreis zusammen in der Kirche zu sitzen und der kindgerecht einfach und kurz gehaltenen Weihnachtsgeschichte zu lauschen. Danach zogen wir uns ins Gemeindehaus zurück und stürzten uns auf Kekse und Muffins. Ich steuerte einen Kinderpunsch bei. Und da der allen so gut geschmeckt hat, wollte ich das Rezept dafür mit euch teilen.

Zutaten zum weihnachtlichen Kinderpunsch:
1 Teil Früchtetee (weihnachtlich oder beerig, ich habe Johannisbeer-Kirsch gewählt),
1 Teil Apfelsaft (in unserem Supermarkt gibt es ganz leckeren Bio-Saft in der Flasche mit Schnappverschluss in den Sorten Apfel-Birne und Apfel-Granatapfel),
einen guten Schuss Orangensaft (ich nahm den aus der Kühltheke),
Zimtstange(n) (wenn möglich natürlich Ceylonzimt),
Nelken (auf 2 Liter Punsch so acht Knospen),
Vanille (ich nehm ja immer gern den Auszug aus echter Bourbon-Vanille von Dr. Oetker, bei den Backzutaten),
je nach Geschmack noch Zucker dazu (wir hatten nur Kluntje, großen Kandis, im Haus, geht auch).

Alles zusammen in einem Topf erhitzen. Falls der Punsch zu bitter ist, einfach noch etwas mehr Apfelsaft dazu geben. Wenn er zu süß sein sollte, mit mehr Früchtetee verdünnen. Schmeckt heiß und kalt super.

Ich hoffe, er schmeckt euch genauso gut. Vielleicht steht bei euch auch noch eine Weihnachtsfeier mit Kindern aus, dann könnt ihr das Rezept ja mal ausprobieren und berichten. Für Erwachsene, die gern etwas mehr “Wärme” im Punsch hätten, kann natürlich noch Rotwein dazu gegeben werden.

Prost, ihr Lieben! Auf ein schönes Weihnachtsfest!