{Spendentipp 2013} Transplantationsbegleitung e.V.

In den vorigen Spendentipps rund um den Klinikaufenthalt unserer Tochter ging es um die Ronald McDonald Kinderhilfe und die DRF Luftrettung. Diesmal stelle ich euch den Transplantationsbegleitung e.V. (TX) vor.

Um es gleich vorweg zu nehmen, Mausemaus wurde nicht transplantiert. Den Kontakt zur TX fanden wir, als es keine Möglichkeit für uns Eltern gab, auf dem Gelände der MHH zu übernachten. Die beiden Hotels waren aufgrund einer Tagung ausgebucht und die Zimmer für Begleitpersonen direkt auf dem Campus der MHH waren alle belegt. Glücklicherweise hatte eine der Krankenschwestern auf der Kinderintensivstation Kontakt zu einer Mitarbeiterin der TX, welche ein Appartement in Laufnähe zur MHH zur Verfügung stellen konnte. Die TX stellt dieses Appartement normalerweise für Begleitpersonen von Patienten, die zur Krebstherapie oder Transplantation an der MHH sind, zur Verfügung. Wir hatten Glück, dass das Appartement gerade unbelegt war und wir sofort einziehen durften. Es stellte sich als Wohnung in einem Wohnhaus nur fünf Minuten von der Kinderklinik entfernt heraus und war wie eine gute Ferienwohnung ausgestattet. Als wir den ersten Abend dort auf der Couch vor dem Fernseher verbrachten (die Besuchszeit auf der Intensivstation endete um 19 Uhr), kam uns alles surreal vor… Aber wir waren sehr dankbar, dass wir für ein paar Stunden dem Stress der Intensivstation, dem Gepiepe und Gebimmel der Monitore und Infusionsständer, vom ganz persönlichen Stress mal abgesehen, entkommen konnten.

Die Abrechnung der Unterbringungskosten erfolgte wieder problemlos über die Krankenkasse. Einzig mein Mann musste pro Tag 6 Euro zusätzlich bezahlen, da nur die Begleitperson unserer Tochter (also ich) über die Krankenkasse abgerechnet werden konnte.

Die Bereitstellung einer Unterkunft ist natürlich nur ein Weg von vielen, wie die TX versucht, Betroffenen zu helfen. Über weitere Projekte informiert ihre Homepage. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, ist die TX auf Spenden angewiesen.

Uns hat das Appartement einen solch guten Rückzugsort geboten, dass wir gespendet haben, um die Instandhaltung der Hannoveraner Wohnung und ihrer Einrichtung (neuer Trockenständer, etwaige Reparaturen an Waschmaschine etc., irgendwann neue Möbel) weiterhin zu ermöglichen.

Vielen Dank für euer Interesse.

{Spendentipp 2013} Blogging 4 Charity

Das Versandhaus Bonprix hat für dieses Jahr eine besondere Spendenaktion ins Leben gerufen:

Blogging 4 Charity

Für jeden Blogger, der sich an der Aktion beteiligt, spendet Bonprix 50 Euro an einen Spendenempfänger, den man sich aus zwei Möglichkeiten aussuchen darf. Mitmachen geht einfach: Anmelden und Weihnachtskugel mit Spendenempfänger auf dem Blog platzieren.

Mein Blog unterstützt die Sternenbrücke

Einfacher geht’s nun wirklich nicht! Vielen Dank Tinkaa für diesen Tipp!

{Spendentipp 2013} Deutsche Luftrettung

Nachdem ich euch in meinem ersten Spenden-Tipp die Ronald McDonald Kinderhilfe vorgestellt habe, berichte ich diesmal über die DRF Deutsche Luftrettung (früher Deutsche Rettungsflugwacht e. V.).

Mausemaus musste am Tag nach ihrer Geburt von Oldenburg an die Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover verlegt werden. Ein Helikopter der DRF hat sie dazu abgeholt und im Intensiv-Inkubator in 15 Minuten nach Hannover geflogen. Die Helikoptercrew war sehr nett und bestand in unserem Fall aus dem Piloten (den haben wir nicht kennengelernt, da er bei der Maschine geblieben ist), zwei Sanitätern (diese waren für die Bedienung des Inkubators und dessen Anschluss im Helikopter zuständig) und der Kinderärztin und einer Krankenschwester der Kinderintensivstation der MHH. Die Kinderärztin prüfte nochmals, ob unsere Tochter transportfähig war und kontrollierte den Befund der Klinik nochmals im Ultraschall. Mausemaus bekam noch selbsthaltende Gehörschutzmuscheln aufgesetzt und wurde vorsichtig in den Inkubator gelegt (zusammen mit einem Kleidungsstück von uns). Dann ging es auch schon los. Als wir selbst mit dem Auto ein paar Minuten später vom Parkplatz fuhren, erhob sich über unseren Köpfen gerade der Helikopter auf dem Flug nach Hannover…

Jeder hat ein Recht darauf, im Notfall und bei medizinischer Erfordernis vom Helikopter ins Krankenhaus gebracht zu werden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Transports. Die DRF finanziert sich daher zum einen durch die Flugminutenpreise, die mit den Krankenkassen verhandelt werden. Dadurch können allerdings nur die Grundkosten gedeckt werden. Neue Helikopter, Equipment und die Fortbildung der Crew können nur durch private Spenden sowie Fördermitgliedschaften finanziert werden. Man kann die DRF durch ein einmalige Spende unterstützen oder über eine Fördermitgliedschaft, die für ein Jahr abgeschlossen wird (ab 36 Euro). Als Dankeschön für eine Fördermitgliedschaft holt die DRF Luftrettung ihre Fördermitglieder aus dem Ausland zurück nach Deutschland, wenn sie im Ausland verunglücken (maximal 100 Tage Aufenthalt, also als Tourist, nicht als Auswanderer) oder schwer erkranken und der Transport als medizinisch sinnvoll angesehen und ärztlich angeordnet wird. Eine andere Möglichkeit der Unterstützung sind zweckgebundene Spenden, dabei wird auf der Homepage der DRF aufgeführt, welches Equipment dringend benötig wird (aktuell Defibrillatoren) und der Spender wählt den zu spendenden Geldbetrag (ab 5 Euro, unabhängig von den tatsächlichen Kosten des benötigten Equipments) selbst aus.

Wir haben uns als Familie zur Fördermitgliedschaft entschlossen. Dass man im Notfall die Rückholung aus dem Ausland in Anspruch nehmen kann, haben wir beispielsweise erst durch die Mitgliedschaftsunterlagen erfahren.

Wie immer könnt ihr euch auf der Homepage der DRF noch weiter informieren.

Vielen Dank für euer Interesse.

{Spendentipp 2013} Ronald McDonald Kinderhilfe

Die Vorweihnachtszeit ist ja traditionell die Zeit, in der man in keiner Einkaufsstrasse entlangflanieren kann, ohne von einem Spendensammler mehr oder weniger penetrant an die eigene Wohltätigkeit erinnert zu werden. Einige sind ohne Zweifel seriös, bei anderen ist man sich nie so sicher. Letztendlich murmelt man ein entschuldigendes “Keine Zeit!” und sucht das Weite.

Von der obligatorischen Fördermitgliedschaft bei Greenpeace abgesehen, habe ich selten gespendet. Selbst zu unserer kirchlichen Hochzeit im Februar haben wir dem Pastor überlassen, an wen die Kollekte gehen sollte. “Irgendwas mit Kindern…” hatten wir uns nur gewünscht. Die Geburt unserer Tochter im April und ihr (unser) vierwöchiger Krankenhausaufenthalt änderte das. In dieser Zeit waren wir auf einige Institutionen und Vereine angewiesen, die sich hauptsächlich durch Spenden finanzieren. Mit ihrer Hilfe hatten wir beispielsweise immer ein Dach über dem Kopf und unsere Tochter bekam die bestmögliche medizinische Behandlung. Diese Vereine möchte ich euch in den nächsten Tagen einfach mal vorstellen. Den Anfang mache ich mit der Ronald McDonald Kinderhilfe.

Vielleicht sind euch die kleinen hausartigen Spendendosen an den Kassen der McDonald’s Filialen aufgefallen und ihr habt euch kurz gefragt, wer das Kleingeld darin wirklich bekommt… Ich jedenfalls wusste gar nichts über die Stiftung. In meiner Kindheit lief wohl mal eine Werbekampagne im Fernsehen, die den Ronald McDonald Clown inmitten einer Schar Kinder zeigte, zumindest ist das alles, woran ich mich erinnere. Irgendwas mit Kindern also…

Die Ronald McDonald Kinderhilfe Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, Familien mit kranken Kindern zu unterstützen, indem die Eltern in der Zeit des Klinikaufenthalts ihres Kindes in den Ronald McDonald Häusern ein Zuhause auf Zeit finden. Auf der Homepage der Stiftung findet ihr die Standorte der Häuser und deren eigenen Webauftritt. McDonald’s spendet seit Gründung der Stiftung je verkauftem Burger einen Cent und den kompletten Inhalt der Spendenhäuschen an den Drive-In Schaltern und Kassen ihrer Filialen. Die restlichen Spenden kommen von Privatpersonen oder ortsansässigen Firmen.

Wir hatten Glück und konnten unter anderem für eine Woche im Ronald McDonald Haus Oldenburg unterkommen. Das Haus steht auf dem Gelände der Elisabeth-Kinderklinik und die 15 Appartements sind meist ausgebucht. Über eine Art Warteliste werden freiwerdende Zimmer sofort an die nächsten Eltern vermittelt – für unbestimmte Zeit, eben so lange, wie der Klinikaufenthalt des Kindes dauert. Die Kosten für die Übernachtung einer Begleitperson übernimmt die Krankenkasse (wodurch die Realkosten des Hauses bei weitem nicht gedeckt werden). Das Haus bietet Appartements unterschiedlicher Größe (von Zweibett- bis Familienzimmer) mit Bad (Dusche, WC). Die Gemeinschaftsräume werden mit allen Bewohnern des Hauses gemeinsam genutzt: eine große komplett ausgestattete Küche (jedem Appartement ist eine große Schublade für Trockenlebensmittel und ein Fach im Kühl- sowieso Tiefkühlschrank zugeteilt), ein gemütliches Fernsehzimmer, ein Spielzimmer mit Kicker und jeder Menge Spielsachen für Kinder und eine Waschküche mit Waschmaschinen und Trocknern (zur kostenlosen Nutzung inkl. Waschmittel). Die Häuser werden mit Spendengeldern errichtet, instandgehalten und ehrenamtlich betreut. Zwei Mal in der Woche wird ein Essen (ein Frühstück und ein Abendessen) von den Ehrenamtlichen für die Eltern gekocht. Die Reinigung der Gemeinschaftsräume übernehmen im täglichen Wechsel die Eltern selbst. Für die Sauberkeit der Appartements ist jeder Bewohner selbst verantwortlich (eine Endreinigung beim Auszug muss auf jeden Fall erfolgen). Auch wenn man zuerst den, je nach eigener Erfahrung, Eindruck einer Jugendherberge hat, so fühlt man sich schnell wohl. Man befindet sich unter Gleichgesinnten, deren Kinder aus den unterschiedlichsten Gründen in der Klinik sind (vom Frühchen bis zum Herzpatient) und kann sich austauschen, endlich mal wieder lachen und knüpft vielleicht sogar Freundschaften. Ich war sehr dankbar für die Möglichkeit, dort zu wohnen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit konnte ich zu meiner Tochter und war durch das Zimmertelefon auch nachts für die Stationsschwestern erreichbar. Da alle Eltern ähnliches durchmachten, konnte ich über meine Sorgen und Ängste sprechen und bekam Trost, Aufmunterung und Mut zurück.

Ich möchte anderen Eltern ermöglichen, ebenfalls ein Zuhause auf Zeit und Trost zu finden. Daher werde ich an das Ronald McDonald Haus Oldenburg spenden und gebe mein Münzrückgeld gern in die Spendenhäuschen der McDonald’s Filiale. Übrigens können die Häuser neben finanzieller Untersützung auch oft Sachspenden gebrauchen, wie zum Beispiel Zucker, Milch, Briefmarken oder Funkwecker – einfach mal das Haus in eurer Nähe anschreiben und nachfragen!

Vielen Dank für Euer Interesse!