Weihnachten 1.0 – Teil 2

Es ist tatsächlich noch etwas Weihnachtsstimmung aufgekommen. Von unseren Plänen für das diesjährige Weihnachtsfest habe ich ja bereits berichtet.
Ein wenig weihnachtliche Deko hat doch noch ihren Platz am Fenster gefunden. Auch wenn es in diesem Jahr kein Baum ist, so erzeugten Lichterkette und Weihnachtskugeln trotzdem etwas festliche Atmosphäre.

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Weihnachtskaktus

 

In der Tiefkühltruhe fand mein Mann noch einen Rehrücken und zauberte daraus ein feines, einfaches Mahl nebst Kartoffel-Möhren-Stampf (aus eigener Ernte) und Bratäpfeln für uns Eltern.

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Mausemaus hat natürlich noch ein Geschenk (klappernder Greifling, ohne Foto 😉 ) von uns bekommen, eingepackt in Backpapier und mit einer dünnen Kordel verschnürt. Zunächst wurden Papier und Kordel gründlich auf ihre Sabbertauglichkeit geprüft und als das Papier sich praktisch von selbst aufzulösen drohte, auch das Spielzeug interessiert von allen Seiten begutachtet und angenuckelt.

Nachdem die Kleine endlich schlummernd in ihrer Wiege lag, hatten wir Eltern genug Zeit (45 Minuten… ab dem ersten zufriedenen Schnarcher) zum Essen und Geschenke auspacken. Meine Familie hat vorausschauender Weise alle Geschenke per Post geschickt, da wir den Weg zu ihnen in diesem Jahr nicht mehr schaffen würden. Wir mussten wehmütig erkennen, dass sich der Geschenkeindex eindeutig in Richtung Mausemaus verlagerte. Allerdings freut es die Kleine natürlich umso mehr. Und wir Eltern werden schnell lernen, das weihnachtliche Kinderfreuden auch geteilte Elternfreuden sind.

Leider schläft Mausemaus momentan wieder etwas schlechter und so endete Weihnachten zumindest für die Mutter bereits um 21:30. Aber das ändert sich bestimmt… Spätestens in der Pubertät werden die Schlafphasen wohl endlich länger ausfallen. So meine Hoffnung.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Zweiten Weihnachtsfeiertag!

Heute bei der Post – oder Gestatten, Dreist

Wie viele Andere war auch ich heute noch unterwegs, um die letzten Weihnachtspäckchen auf die Reise zu schicken. Also noch schnell in unsere Mini-Post-Filiale im örtlichen Baumarkt. Aus Bequemlichkeit und Zeitmangel (die Post macht schließlich pünktlich um 12Uhr zu) wird die achteinhalb Kilo Mausemaus auf dem einen Arm und der Korb mit den Päckchen auf dem anderen balanciert und der Platz in der Warteschlange (7. Stelle) eingenommen. Zum Glück sind beide Schalter besetzt. Es sollte also nicht so lange dauern. Hinter mir reihen sich schon die nächsten Last-Minute-Absender ein.

Kurz darauf kommt eine Dame dazu, Mitte 50, mit zwei Briefen in der Hand und einem Fuss bereits in der Schlange vor mir und fragt ganz scheinheilig: “Stehen Sie hier etwa alle an? Eben war die Schlange doch schon so lang…” (Öhm, nein… wir wissen nur nicht, was wir sonst am Samstag vor Weihnachten machen sollen und stehen einfach so mit Päckchen in der Hand im Gang rum…) Ich dann zu ihr, demonstrativ Kind und Päckchenkorb zurecht rückend: “Naja, das wird sich wohl heute auch nicht ändern…” Sie schaut nur kurz bratzig und reiht sich still und heimlich hinter mir ein (wahrscheinlich ist die Wartende hinter mir einfach nur sprachlos und wehrt sich nicht).

Die Schlange wird flott abgearbeitet, bald sind nur noch die Schalter vor uns besetzt und wir die Nächsten an der Reihe. Mausemaus wird auch langsam unruhig, aber alles noch im Rahmen. Aus dem Augenwinkel seh ich, wie die Dame, Mitte 50, mit zwei Briefen in der Hand, langsam neben mir und schließlich vor mir zu stehen kommt. Das kann ich ja haben… Erst später kommen und dann vormogeln. Also werfe ich ihr einen eindeutigen Wage-es-ja-nicht-Blick zu, den sie auch noch erwidert. Und, schwups, steht sie am Schalter. Na gut, denke ich mir, sind ja nur zwei Briefe, wahrscheinlich will die Dame sie nur persönlich am Schalter abgeben, statt draussen in den Briefkasten zu werfen (der dazu noch neben einem intakten Briefmarkenautomat steht). Mit halbem Ohr bekomme ich jedoch mit, wie sich ein Gespräch über Porto und Briefmarken entwickelt – wie dreist! Zum Glück ist der zweite Schalter nun frei und ich kann meine Päckchen abgeben, bevor mir beide Arme abfallen.

Ich bin meist sprachlos, bei soviel Dreistigkeit. Diese Frau gehört eindeutig zur Kategorie Frau-über-50-mir-gehört-die-Welt: mit dem Einkaufskorb von der Seite in die kilometerlange Schlange an der Kasse im Supermarkt reinmogeln und dann so tun, als würde man das Ende der Schlange nicht bemerken. Oder sich in der Bahn nicht an die erst-aussteigen-dann-einsteigen-Regel halten, nur um sich ja einen Platz zu ergattern (und sich beim Austeigen aus der rappelvollen Bahn ähnlich dreist und ellenbogenboxend einen Platz an der Tür sichern, ohne sich darum zu scheren, dass die zehn Mitreisenden vor der Tür ebenfalls gleich aussteigen wollten). Ihr habt sicher noch andere Beispiele (gern in den Kommentaren).

Wie reagiert man da am besten?

Weihnachtsfeier mit Kinderpunsch {Rezept}

Seit einiger Zeit besuchen die Kleine und ich regelmäßig die wöchentlichen Treffen des hiesigen Eltern-Kind-Kreises. Zum einen hoffte ich, so ein paar Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen, da wir nicht aus dieser Gegend stammen und sich unsere Bekanntschaften bisher auf unsere direkten Nachbarn beschränken. Zum anderen sollte Mausemaus auch mal ein paar Kinder kennenlernen. Und es ist wirklich nett! Es wird zusammen gesungen, gebastelt und Tee getrunken, während der Nachwuchs sich beim Spiel vergnügt. Meistens stoßen Mausemaus und ich erst zum Tee dazu, also 20 min vor Ende des Treffens, da zu der Uhrzeit immer unser gemeinsames Vormittagsschläfchen stattfindet und ich es bisher nicht über mich gebracht habe, diese zusätzliche Stunde Schlaf zu opfern.

Heute habe ich mich aber bemüht und wir sind nur eine halbe Stunde zu spät gekommen, denn heute war Weihnachtsfeier. Bisher bin ich noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung, sondern eher im Weihnachtsstress und so war es richtig schön, wenn auch nur kurz, im kleinen Kreis zusammen in der Kirche zu sitzen und der kindgerecht einfach und kurz gehaltenen Weihnachtsgeschichte zu lauschen. Danach zogen wir uns ins Gemeindehaus zurück und stürzten uns auf Kekse und Muffins. Ich steuerte einen Kinderpunsch bei. Und da der allen so gut geschmeckt hat, wollte ich das Rezept dafür mit euch teilen.

Zutaten zum weihnachtlichen Kinderpunsch:
1 Teil Früchtetee (weihnachtlich oder beerig, ich habe Johannisbeer-Kirsch gewählt),
1 Teil Apfelsaft (in unserem Supermarkt gibt es ganz leckeren Bio-Saft in der Flasche mit Schnappverschluss in den Sorten Apfel-Birne und Apfel-Granatapfel),
einen guten Schuss Orangensaft (ich nahm den aus der Kühltheke),
Zimtstange(n) (wenn möglich natürlich Ceylonzimt),
Nelken (auf 2 Liter Punsch so acht Knospen),
Vanille (ich nehm ja immer gern den Auszug aus echter Bourbon-Vanille von Dr. Oetker, bei den Backzutaten),
je nach Geschmack noch Zucker dazu (wir hatten nur Kluntje, großen Kandis, im Haus, geht auch).

Alles zusammen in einem Topf erhitzen. Falls der Punsch zu bitter ist, einfach noch etwas mehr Apfelsaft dazu geben. Wenn er zu süß sein sollte, mit mehr Früchtetee verdünnen. Schmeckt heiß und kalt super.

Ich hoffe, er schmeckt euch genauso gut. Vielleicht steht bei euch auch noch eine Weihnachtsfeier mit Kindern aus, dann könnt ihr das Rezept ja mal ausprobieren und berichten. Für Erwachsene, die gern etwas mehr “Wärme” im Punsch hätten, kann natürlich noch Rotwein dazu gegeben werden.

Prost, ihr Lieben! Auf ein schönes Weihnachtsfest!

Weihnachten 1.0

Dieses Jahr ist Weihnachten etwas besonderer als bisher: Wir feiern als Familie zu dritt. Endlich schaffen wir uns unsere eigene Tradition, mit eigenem Weihnachtsessen, eigenem Baum, eigenem Rhythmus. So die romantische Theorie.

Bisher ist das mit dem Dekorieren noch nicht wirklich vorangegangen. Ich lese mit Begeisterung die anderem Blogs, die alle wunderschöne Dekoideen präsentieren und hoffe, mir ein paar davon merken zu können. Für nächstes Jahr oder übernächstes… Einen Baum werden wir wohl auch nicht aufstellen. Einerseits verbringen wir den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag bei der Schwiegerfamilie und die haben immer einen schönen großen, herrlich duftenden Baum mit echten Kerzen (um es vorwegzunehmen: auch ohne die Reportage von ARD wäre es keine Nordmanntanne). Andererseits finde ich es gemein, Mausemaus all die schönen Dinge zu zeigen, die am Baum hängen, ohne sie danach greifen zu lassen, also gibt es das erst nächstes Jahr (dann vielleicht im Stil von secondlifemamas Baby-Baum).

Ich habe lange überlegt, ob ich Mausemaus extra ein Weihnachtsgeschenk kaufen sollte. Da ich sowieso alles, was ich für sie kaufe, gleich an ihre kundigen Händchen weitergebe und sie sicher vom Rest der Familie reichlich beschenkt werden wird und wir, wie bereits erwähnt, nicht mal einen Baum haben werden wo ein Geschenk drunter liegen könnte und sie das Geschenkpapier letztendlich sowieso interessanter findet, als den Inhalt, gibt es also kein Geschenk. Oder vielleicht doch ein ganz kleines, das in widerstandsfähigerem Backpapier eingeschlagen und mit einer dicken Kordel verschnürt wird… Etwas, das möglichst klingelt, raschelt und quietscht. Habt ihr eine Idee?

{Fundstück} Vor Weihnachten ist nach Weihnachten!

Wie ich den vielen schönen Blogposts so entnehmen kann, werden emsig weihnachtliche Dekorationen gebastelt oder zumindest liebevoll ausgewählt, Rezepte getauscht und Geschenkideen diskutiert. Aber für die unter uns, die schon längst fertig sind und bereits dem nächsten Fest entgegen fiebern (und damit meine ich nicht Silvester), habe ich eine frohe Botschaft:

Es gibt bereits Osterware zu kaufen! Kein Scherz!

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Ostern kann kommen!

Ich bin mal gespannt, wann der erste Ostern-DIY-Tipp durch die Blogs geistert. Die Zutaten gibt es zumindest in diesem Euroladen in Berlin bereits zu kaufen. In diesem Sinne wünsche ich euch einen fleissigen Oster… ehm, Weihnachtsmann.