{Buch-Tipp} Gewinne ein Buch am Tag des Buches

Am 23. April findet der Welttag des Buches statt. Bücher begleiten mich schon mein ganzes Leben. Selbst an das erste Buch, dass ich je gelesen habe, kann ich mich noch gut erinnern: die Fibel. Ich weiß jetzt noch wie die ersten Seiten darin aussahen (Oma, Mimi, Mama) und kann mich lebhaft daran entsinnen, wie ich im Unterricht oft schon in den nächsten Seiten geschmökert habe, als die ersten längeren Texte gelesen wurden. Bald folgten Pferdegeschichten und sehr schnell auch Fantasyromane (immer noch eine Leidenschaft). Mittlerweile lese ich querbeet Bücher jeden Genres, ob Krimi, Thriller, Wahre Begebenheiten, unterhaltsame Romane, (Dark/Urban) Fantasy, Historische Romane oder wieder die Märchenbücher meiner Kindheit als Mausemaus’ Einschlafritual.

Ich habe schon immer gern Bücher verschlungen. Daher finde ich die Aktion der lesebegeisterten Bloggergemeinde anlässlich des Welttag des Buches absolut unterstützenswert und werde am 23. April ebenfalls ein paar Bücher, die mich begeistert haben, an euch verlosen. Welche Bücher das sind, erfahrt ihr allerdings erst am 23. April!

Vielleicht habt ihr ja Lust, euch der Aktion anzuschließen?

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{Buch-Tipp} Krimireihe um Bruder Cadfael von Ellis Peters

Vor einigen Jahren habe ich bereits einen der mittelalterlichen Krimis von Ellis Peters gelesen, in denen der Benediktinermönch Cadfael die Hauptrolle spielt. Nun fiel mir zufällig ein weiteres Buch dieser Reihe in die Hände, was ich zum Anlass nehme, um euch diese lesenwerte Reihe vorzustellen.

Bruder Cadfaels Welt
Die Romane spielen um 1100 n.Chr. vor dem Hintergrund der britischen Thronfolgekriege und zur Zeit der der Kreuzzüge. Bruder Cadfael nahm unter anderem am Ersten Kreuzzug teil, liebte und lebte und entschied sich schließlich nach einem Leben des Umherziehens und Kämpfens im Alter von 40 Jahren für ein Leben als Mönch. Er lebt fortan in der Abtei von Shrewsbury. Sein Leben könnte beschaulich und ruhig sein, wenn er nicht ständig über mysteriöse Todesfälle stolpern würde. Sein in den Jahren als Krieger und Söldner erworbenes Wissen um Kräuter und Medizin, sowie sein wacher Geist helfen ihm, diese Fälle aufzuklären.
Eine Fanseite zu Bruder Cadfael biete jede Menge Informationen zu den Büchern und deren geschichtlichen Hintergründe.

Wieder mal am “kriminalisieren”
In “Die Jungfrau im Eis” wird Bruder Cadfael eines Winters gebeten, einen verletzten Ordensbruder in der Nachbarabtei zu versorgen. Leider hatte dieser sein Gedächtnis zu den Umständen seiner Verletzungen verloren; er wurde nackt, übel zugerichtet und halb erfroren von Bauern aufgefunden und in die Abtei gebracht. Ein weiteres Rätsel gibt das Verschwinden eines Geschwisterpaares auf, das vor Plünderern geflüchtet auf dem Weg nach Shrewsbury war. Und nicht zuletzt die Leiche einer jungen Frau, die Cadfael zufällig unter dem Eis eines zugefrorenen Waldbaches findet, sorgen wieder einmal für spannende, kurzweilige Unterhaltung mit vielen Wendungen und Überraschungen.

251 Seiten, erschienen im Heyne Verlag.

{Buch-Tipp} Auch Engel mögen’s heiß

Ich mag die Bücher von Linda Howard, vor allem die Ladykrimis, wie ich sie mal nennen würde. Der Plot ist zwar meist nicht sehr tiefgründig, ganz im Gegenteil verläuft er häufig nach dem Motto einsame/verlassene/ungeküsste Frau gerät (un)wissentlich in arge Bedrängnis und wird vom unerwarteten/zufälligen/1000Mal berührten(nie geküssten), immer gut aussehenden/muskulösen/häufig waffenerfahrenen Helden aus der tödlichen Gefahr gerettet.

Die Romane können den Werken skandinavischer Krimi-Autoren bei weitem nicht das Wasser reichen. ABER, darum geht es mir auch nicht, wenn ich nach einem Howard greife. Ich will mich einfach nur mal gut unterhalten. Und das tun die Romane, denn Howard versteht es, mit frechen Dialogen eine kurzweilige, spannende Geschichte zu erzählen und das ganze mit einer Prise knisternder Romantik zu würzen (ohne ins Schnulzige abzudriften).

Nun aber zu dem Buch, dass bis vor kurzem noch auf meinem Nachttisch lag.

In “Auch Engel mögen’s heiß” beschließt Daisy Minor, Bibliothekarin eines Kaffs im Süden der USA und lebendes Klischee der alten Jungfer, am Morgen ihres 34. Geburtstags, ihr Leben grundlegend zu ändern. Sie hat das Singlesein satt und nur ein komplettes Make-over, der Auszug aus dem Elternhaus und der Besuch der Clubs der Region sollen ihrem Leben endlich Schwung und Sinn geben können. Bei einem ihrer ersten Besuche in einem der berühmt berüchtigten Clubs, trifft sie dabei nicht nur immer wieder auf den örtlichen Polizeichef Chief Jack Russo, der es sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, Daisy vor allem Ungemach zu bewahren, ungewollt gerät sie dabei auch ins Visier einer Menschenschlepperbande und ihr langweiliges Dasein als graue Bibliothekarin nimmt ein jähes Ende.

Hier ein kleiner Auszug zum Appetitanregen, Daisy und der Chief sitzen in seinem Wagen:

“Nehmen Sie’s  mir nicht krumm, Miss Daisy, aber Ihren Gedanken zu folgen ist, als wollte man ein Karnickel auf Speed einfangen.”
Sie nahm es ihm nicht krumm […]. Stattdessen sagte sie: “Ich wünschte, Sie würden nicht ständig Miss Daisy zu mir sagen. Das klingt so nach –” sie wollte schon “alte Jungfer” sagen, aber diese Bezeichnung hätte sie doch zu sehr getroffen, “verkalktem Fossil.”
Schon wieder kaute er auf seiner Wange herum.
“Wem das Haarnetz passt…”
“Ich trage kein Haarnetz!”, brüllte sie und sackte dann überrascht auf den Sitz zurück. Sonst brüllte sie nie. Sie verlor nie die Beherrschung. Womöglich war sie nicht nahtlos höflich zu ihm gewesen, aber sie hatte ihn auch noch nie angebrüllt. Allmählich begann sie sich Sorgen zu machen; ob es wohl ein Gesetz gab, das es verbot, einen Angehörigen der Polizei anzubrüllen? Ihn anzubrüllen war etwas anderes, als einen Polizisten anzubrüllen, der einen wegen einer Geschwindigkeitsübertretung angehalten hatte – nicht dass sie je zu schnell gefahren wäre –, aber immerhin war er der Polizeichef. Und das war vielleicht noch schlimmer –
“Sie haben schon wieder abgehoben”, knurrte er.
“Ich habe nur überlegt, ob es wohl ein Gesetz gibt, das es verbietet, einen Polizeichef anzubrüllen”, gab sie zu.
“Sie haben Angst, Sie könnten in den Knast wandern, weil sie gebrüllt haben?”
“Es war respektlos. Bitte verzeihen Sie. Für gewöhnlich brülle ich nicht, aber für gewöhnlich wird mir auch nicht unterstellt, ich würde ein Haarnetz tragen.”
“Ich kann verstehen, dass Sie das trifft.”
“Wenn Sie noch länger auf Ihrer Backe herumbeißen”, bemerkte sie, “werden Sie sie nähen lassen müssen.”
“Ich werde mich bemühen, es nicht wieder zu tun. Und nur zu Ihrer Information, ich habe Sie lediglich aus Hochachtung mit Miss Daisy angsprochen.”

Und noch ein Auszug, Daisy und der Chief tanzen gerade zusammen bei einem ihrer Clubbesuche:

Ihr fehlten die Worte. Oder genauer gesagt höfliche Worte. Ihr kam schon einiges in den Sinn, was sie gern gesagt hätte, wenn sie nicht befürchtet hätte, dass Gott sie dann tot umfallen lassen würde.
Er grinste. “Wenn Sie jetzt Ihr Gesicht sehen könnten …” Sein rechter Arm schloss sich fester um sie, dann drehte er sie so schwungvoll herum, dass sie sich an seiner Schulter einkrallen musste. Irgendwie tanzte sie nach dieser Drehung viel enger mit ihm, enger, als sie mit irgendeinem ihrer anderen Partner getanzt hatte. Ihre Brüste strichen über sein Hemd, sie spürte das Schaukeln seiner Hüfte und Beine, die sich an ihren vorbeischoben. Sie waren – ach du Schreck, eines seiner Beine war genau zwischen ihren.
Ganz unvorbereitet wurde sie von einer Hitzewelle überlaufen. Sie fühlte sich, als würde sie innerlich schmelzen, weich werden, als würden ihre Knochen die Substanz und ihre Muskeln jede Spannung verlieren. Es war ein höchst merkwürdiges Gefühl und ausgesprochen betörend.
“Chief…”
“Jack.” Sein Arm faste sie etwas fester, als wollte er bekräftigen, dass sie ihn endlich duzen sollte.
“Jack.” Sie schmolz wahrhaftig. Inzwischen hing sie praktisch in seinem Griff. Zwar bewegten sich ihre Füße noch und ließen sich von ihm führen, doch er trug fast ihr gesamtes Gewicht. “Du hälst mich zu fest.”
Er neigte den Kopf, sodass sein Atem über ihr Ohr strich, und antwortete: “Ich glaube, ich halte dich gerade richtig.”
Gut möglich, vorausgesetzt, er mochte zerfließende Frauen. Könne auch sein, dass sie eher pro forma als aufrichtig protestiert hatte, denn sie unternahm keinerlei Anstrengungen, sich aus seinem Griff zu lösen. Es war viel zu schön, sich so an ihn zu schmiegen, ihren weichen Körper mit seiner festen Gestalt verschmelzen zu lassen. Ihre Brüste drückten sacht gegen seine Rippen, was ihr gut gefiel. Unglaublich gut gefiel. Zu ihrer eigenen Überraschung entdeckte sie, wie bewusst sie den harten Muskeln unter ihrer Hand nachspürte, dem warmen Arm, der ihre Taille fasste. Warm … Oh, Gott, ja, er war warm. Seine Wärme und der moschusartige Duft hüllten sie ein und weckten in ihr den Wunsch, ihre Nase an seinem Hals zu reiben.
Sie wollte ihre Nase an Jack Russo reiben?
Der Schreck über diesen Gedanken verlieh ihr die Kraft, den Kopf zu heben. Er betrachtete sie mit eigenartig eindringlicher Miene; er sah zwar nicht streng aus, aber er lächelte nicht.
“Was ist denn los?”, fragte sie unverhältnismäßig leise.
Er schüttelte den Kopf. “Gar nichts.”
“Aber du siehst …”
“Daisy. Halt den Mund und tanz.”

Ich muss zugeben, dieser Roman bedient (ausnahmsweise ausgesprochen) viele Klischees, aber er liest sich einfach so weg. Ein Roman von Linda Howard eignet sich zum zwischendurch lesen, abends vor dem Einschlafen oder nachmittags gemütlich auf einer Couch (auch als Lückenfüller zwischen anspruchsvollerer Lektüre) und bei einem heißen Cappuccino, wenn draußen der Wind pfeift .

Für Mamas und Frauen empfehlenswert. Überschaubare 348 Seiten im Paperback.

{Buch-Tipp} Baby Pixi – Für kleine Leseratten

Der heutige Buchtipp richtet sich an die kleinsten Leser unter uns.

Mausemaus liest gern und viel. Mit ihren fast 9 Monaten hat sie schon so einige Bücher durchgelesen. Manche liest sie auch immer wieder. Nun ja, lesen ist vielleicht das falsche Wort, “verschlingen” trifft es eher. Der Favorit zur Zeit sind Bücher der Reihe Baby Pixi.

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Der Vorteil dieser Heftchen ist, dass sie praktisch unkaputtbar sind (reißfest, wasserabweisend und schadstofffrei). Perfekt für Leseratten wie unsere Mausemaus, die ein Buch noch mit allen Sinnen genießen wollen. Und Mama braucht sich keine Sorgen um eingeatmete oder verschluckte Papierfitzelchen machen, wie sie sonst bei anderen Pappbüchern vornehmlich an den Seitenkanten entstehen.

{Buch-Tipp} Introducing Bookcrossing – Bibliothek mal anders

Ein kleines unscheinbares Buch lag auf der Sitzbank der U-Bahn, als ich am Rathaus Steglitz in Berlin zustieg. Auf dem Cover befand sich ein Aufkleber “Read and Release” und innen ein zweiter, der mich aufforderte, den Fund auf der BookCrossing-Homepage zu registrieren, und das Buch nach dem Lesen wieder “in die Freiheit” zu entlassen. Das war meine erste Begegnung mit BookCrossing, im März 2005. Seit dem bin ich begeisterter BookCrosser und möchte euch diese Art des Büchertausches gern vorstellen.

BookCrossing (BC) versteht sich als weltweite öffentliche Bibliothek, wo jeder Bücher, die er nicht mehr braucht, sie aber auch nicht ins Altpapier geben möchte, mit einer einmaligen Nummer registrieren kann und an neue Leser weitergibt, einfach irgendwo liegen lässt (in der Bahn, im Studentenwohnheim, auf der Parkbank) oder in einem BookCrossing Bookshelf hinterlässt.

In allen Großstädten und vielen kleineren Städten gibt es sogenannte Open BookCrossing Zones (OBCZs). Dabei handelt es sich beispielsweise um ein Café oder Restaurant, das ein Regal (das BC Bookshelf) zur Verfügung stellt, wo BookCrosser ihre Bücher ablegen können. In der Regel kümmert sich ein BookCrosser um diese OBCZ und registriert neu hinzugekommene Bücher, organisiert BC-Stammtische (sogenanntem Meet-Ups) oder schaut einfach nur ab und zu nach dem Rechten. Das Café Einstein am Rathausplatz in Wien beispielsweise hat einen ganzen Gastraum als OBCZ zur Verfügung gestellt. Dort warten mehrere Kubikmeter Bücher auf Regalen bis unter die Decke auf neue Leser. Regelmäßig trifft sich dort auch ein BC-Stammtisch, wo BookCrosser direkt Bücher tauschen oder sich einfach bei einem Häferl Kaffee über ihre gemeinsame Leidenschaft unterhalten können. Wenn man die Augen offen hält, findet man plötzlich immer wieder ein BC-Buch oder -Regal. Und wer es nicht dem Zufall überlassen möchte, der findet auf der BC-Homepage Informationen über OBCZs und freigelassene Bücher in seiner Nähe. In manchen kleineren Städten gibt es sogenannte öffentliche Bücherschränke (eine Liste findet ihr hier). Auch dort können BC-Bücher anzutreffen sein.

Eine einfache Art mitzumachen, wenn man keine OBCZ in der Nähe hat, ist, sich an einem Bücher-Ring oder einer Bücher-Box zu beteiligen. Dazu trägt man sich im Forum beim entsprechend Ring (ein Buch geht auf die Reise) oder der gewünschten Box (ein ganzes Paket voll Bücher geht auf die Reise) auf einer Liste ein und wartet dann einfach, bis das entsprechende Päckchen oder Paket (manche Boxen beinhalten 20 Bücher und mehr) zuhause ankommt. Diese Boxen sind echt interessant und werden häufig zu einem bestimmten Thema zusammengestellt, ob zu einem bestimmten Genre wie Krimis oder Bücher, deren Titel unter einem bestimmten Motto stehen (Bücher mit schwarzem Einband oder passend eine Weihnachtsbücher-Box). Schaut doch mal rein!

Ein Bitte noch an alle, die Bücher finden: Hinterlasst ein Journaleintrag auf der Homepage des Buches, denn nichts freut einen Bookcrosser mehr, als das sein Buch gelesen wird und nicht dem lokalen Altpapier zugeführt wird!

In diesem Sinne: Have a good read!

{Buch-Tipp} “On se left you see se Siegessäule – Erlebnisse eines Stadtbilderklärers” von Tilman Birr

Tilman Birr, gebürtiger Frankfurter mit Geschichtsstudium, sucht einen Job. Nichts anstrengendes. Da heuert er als Stadtbilderklärer bei einer Berliner Reederei an und erklärt fortan amerikanischen, spanischen und bayerischen Touristen, Schulklassen und Senioren die Sehenswürdigkeiten links und rechts der Spree. Natürlich erlebt er da jede Menge witziger Situationen (meine Favorites: die betrunkenen Spanier und die Gummibärchen-Bestechung der Schulklasse). Und mit der Besatzung des Dampfers ergeben sich auch immer wieder interessante Dialoge.

Dieses Buch ist kein Reiseführer der anderen Art… auch wenn man einiges an geschichtlichen Daten und Fakten erfährt. Vielmehr geht es um die Menschen, die Tilman kennenlernt (Einheimische wie Touristen). Die Dialoge wurden mundartlich wiedergegeben, also Englisch, Spanisch und auch Bayerisch und Berlinerisch. Da ich selbst gebürtige Berlinerin bin, musste ich oft herzhaft lachen!

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der kurzweilige Unterhaltung sucht, Berliner Sehenswürdigkeiten anders kennen lernen möchte und sich vor allem an der Berliner Schnauze erfreuen kann.

Und wie fandet ihr das Buch?