Der feine Unterschied

Gestern Abend sind mein Mann und ich Zeugen von was wunderbarem geworden: Unsere Mausemaus hat den “Unterschied” entdeckt. Mausemaus war auf Papas Arm und beide sind irgendwann am Holzregal in der Küche vorbeigekommen. Dort hängt eine Nylonschnur, die sich Mausemaus immer gern angelt und kurz daran nuckelt (könnte ja sein, dass der Geschmack sich geändert hat). Meistens landet die Schnur dann ziemlich schnell auf dem Boden, weil sich die Aufmerksamkeit der Kleinen einem neuen Ding zuwendet.
Gestern Abend war das anders. Mausemaus behielt die Schnur in der linken Hand, während sie mit der rechten Hand ganz langsam über das Holz des Regals strich (unbehandelte Buche), danach ließ sie sich die Nylonschnur durch die Hände gleiten und berührte wieder die Oberfläche des Regals. Und das hat sie bestimmt 20 Mal ganz vertieft wiederholt! Es war echt faszinierend und wieder ein Beispiel dafür, wie ein Baby die Welt für sich entdeckt.

Vielleicht sollten wir Erwachsenen auch ab und zu inne halten und etwas Alltägliches mit allen Sinnen genießen. Manchmal reicht es ja schon unseren Hauptsinn, das Sehen, auszuschalten. Zum Beispiel den Kaffee heute morgen mal mit geschlossenen Augen, Schluck für Schluck genießen, seinen Duft, seinen bitteren Geschmack. Oder wie fühlt sich eigentlich eure Tischoberfläche an (alternativ die eures Smartphones) oder der Stoff eurer Kleidung? Viel Spaß beim Entdecken (wer auf Babyhöhe entdecken will, kann ja mal berichten wie die Couch/der Fußboden/die Tageszeitung schmecken und riechen)!

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